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SCHIFFSMÜHLEN AN DER DONAU

Die Energie von Wasserflüssen wurde in 19. Jahrhundert durch Schiffsmühlen genutzt. Anstelle der Stromproduktion wurden diese zum Getreidemahlen eingesetzt. Die Schiffsmühlen wurden am Wasser verankert. Das Rad wurde von Wasserstrom angetrieben. Die Verankerungsarten waren unterschiedlich. Am meisten wurden diese an einem Stab festgehalten, welcher im Flussbett eingelassen war; es kam jedoch auch solche Art vor, wo die Verankerung der Schiffsmühle durch Körbe voll beladene mit der Erdmasse belastet wurde. Die Tätigkeit der Müller hatte eine Auswirkung auch auf die Umwelt. Die kleinere Donaunebenflüsse wurden mit einem Staken abgeschottet. In der Mitte des Stankes ließen sie eine Öffnung (ein Tor), damit der Wasserstrom stärker wird und dort haben sie die Mühle aufgestellt. Vor den künstlich gestalteten Barrieren wurde das Flussbett mit dem Schlamm verschlämmt und hinter der Barriere hat sich das Flussbett vertieft und erweitert. Beim Hochwasser, in Folge von Rückstauungen waren große Flächen überflutet. Die Beschreibungen der Landesaufnahmen der Donau weisen auf die Notizen über die Ersetzung der durch die Müller verursachten Schäden, vor allem auf dem Gebiet der Schüttinsel hin.
Auf die Benutzung von Schiffsmühlen hatte großen Einfluss auch die Entwicklung von Dampfschiffen. Darüber können wir auch in Vasárnapi Újság im 1869 Im Artikel mit dem Titel „Glückliche Unordnung“ lesen:
"Einst, wenn in Ungarn noch die Unordnung herrschte, hat sich auf den von Menschen besetzten Gebieten jeder nach eigenen Vorstellungen eingerichtet. Wenn der Wasserstrom ungünstig war, so haben sie sich eine bessere Stelle gefunden, wo sie die Schiffsmühle verankert haben. Nach der Verbreitung von Dampfschiffen haben sie die vergangenen Zeiten beklagen: „Heutzutage ist ein Schiffsmüller nicht mehr so unabhängig, wie früher. Aufgrund der Flussregulierung, des Betriebs von Dampfschiffen und aus anderen Gründen bestimmen die Wasseringenieure den geeigneten Platz für die Verankerung der Schiffsmühle. Heutzutage steht die Entwicklung des staatlichen Verkehrs und die Sorgen einzelner Städte in Vordergrund. Die Sorgen der Dorfmüller müssen in den Hintergrund treten. Die Schiffsmüller sind über die Dampfschiffe aufgebracht und ihre Unzufriedenheit zeigen sie den Besatzungen ordentlich mit Geschrei und Gestikulation."

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Gábor Máté / Fünfkirchen: Universität Pécs